Marktstammdatenregister
Im MaStR registrierte Anlagen, serverseitig filterbar. PV = Freiflächenanlagen > 1 MWp, BESS = Stromspeicher ≥ 1 MW, Biomasse vollständig.
Umkreis-Geocoding via OpenStreetMap / Nominatim — Ergebnisse werden lokal in der Datenbank gecacht.
Marker = gefilterte Treffer. Flurstücke (MV, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg) erscheinen beim Hineinzoomen — Quelle ALKIS, © GeoBasis-DE/M-V bzw. /LGLN (NI) bzw. /LVermGeo SH (CC BY 4.0) bzw. /LGB (BB, dl-de/by-2.0). Google-Kacheln nur für interne Nutzung.
ⓘ OpenStreetMap-Ebenen (Strom, Bahn, Straßen)
Zusätzliche Infrastruktur aus OpenStreetMap (Geofabrik-Extrakt „germany-latest“), als Vektor-Kacheln ab Zoom 7. Ein Klick auf ein Element zeigt Details (Bezeichnung, Spannung, Stromkreise/Leiterseile, Gleiszahl usw.). Jede Kategorie ist separat über eine eigene Checkbox schaltbar.
Stromleitungen (einheitlich signalrot ━, je Spannungsebene separat schaltbar): Höchstspannung 380/220 kV · Hochspannung 110 kV · Mittelspannung < 110 kV (alle 50 Hz) · Bahnstrom (16,7 Hz). Höhere Spannung = dickere Linie. Attribute: Trassenbezeichnung, Spannung, Stromkreise, Leiterseile, Frequenz, Betreiber.
Umspannwerke — nach Spannung: ◼ ≥ 110 kV · ◼ < 110 kV. Attribute: Name, Betreiber, Spannung.
Bahntrassen (━, blau gestrichelt): Name, Typ, Gleiszahl, Nutzung, Elektrifizierung.
Straßen (blau): ━ Autobahnen · ━ Bundesstraßen — mit offizieller Bezeichnung (z. B. A 20 / B 75).
Datenquelle: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0 (openstreetmap.org/copyright), bezogen über download.geofabrik.de. Klassifizierung anhand der OSM-Tags (power/voltage/frequency, railway/tracks, highway/ref) — in Einzelfällen unvollständig, da OSM-Erfassung freiwillig ist.
ⓘ Hochwasser-Gefahrenflächen (BfG, bundesweit)
Bundesweite Hochwassergefahrenflächen der BfG (EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie), ab Zoom 7, je Szenario separat schaltbar: ▨ HQ häufig (hohe Wahrscheinlichkeit, ~10–20 J.) · ▨ HQ100 (~100 J.) · ▨ HQextrem (Extremereignis) · ▨ Überflutungsrisikozone.
Zusätzlich die rechtsverbindlich verordneten Landes-ÜSG (§ 76 WHG): ▨ festgesetzt (HQ100) · ▨ vorläufig gesichert — für alle 4 Länder (NI, MV, SH, BB).
Quellen: BfG / LAWA, INSPIRE Natural Risk Zones (HWRM-RL, Stand 2019) für die bundesweiten Gefahrenkarten (EU-Richtlinie — nicht rechtsverbindlich). Landes-ÜSG: NLWKN (NI), LUNG (MV), MELUND/GDI-SH (SH), LfU (BB) — © jeweiliges Land, dl-de/by-2.0 bzw. CC BY(-SA).
Planungsstand der Windvorranggebiete
Stand der Regionalpläne je Planungsregion. Noch nicht beschlossene Pläne sind Entwürfe (in der Karte als (Entwurf) gekennzeichnet) und können sich noch ändern.
| Land | Planungsregion | Stand | Datum / Fassung | Gebiete |
|---|---|---|---|---|
| NI | Niedersachsen (RROP der Landkreise/Verbände) | in Kraft | gültige RROP, Stand 31.12.2024 | 365 |
| SH | Schleswig-Holstein (Planungsräume I–V) | in Kraft | Teilfortschreibung Windenergie 2020 | 359 |
| MV | Westmecklenburg | Teilfortschreibung | RREP WM Kap. 6.5, Stand 12/2025 | 44 |
| MV | Vorpommern | 2. Entwurf | 2. Entwurf RREP VP 2026 | 87 |
| MV | Mittleres Mecklenburg / Rostock | 1. Entwurf | RREP Rostock, Jan. 2024 | 73 |
| MV | Mecklenburgische Seenplatte | Entwurf | Entwurfskulisse, Stand 18.09.2025 | 58 |
| BB | Havelland-Fläming | in Kraft | sTP Wind 2027, seit 23.10.2024 | 30 |
| BB | Uckermark-Barnim | in Kraft | Integr. Regionalplan, Satzung 2024 | 49 |
| BB | Lausitz-Spreewald | 2. Entwurf | Beteiligung 01–02/2026 | 45 |
| BB | Oderland-Spree | 2. Entwurf | Offenlage 07–08/2025 | 35 |
| BB | Prignitz-Oberhavel | Entwurf | Offenlage, Stand 18.12.2024 | 46 |
Quellen: NI Energieatlas (LGLN), SH opendata.sh (LVermGeo SH), MV Regionale Planungsverbände, BB LBV / Regionale Planungsgemeinschaften. Sobald Entwürfe in Kraft treten, wird die jeweilige Fassung aktualisiert.
Datenstände Bauleitplanung (B-Pläne / F-Pläne)
Stand und Abdeckung der geladenen Bebauungs- und Flächennutzungspläne je Land. Bauleitplanung ist kommunal — landesweite Abdeckung hängt davon ab, ob die Länder die Pläne zentral bereitstellen.
| Plantyp | Land | Abdeckung | Quelle | Anzahl |
|---|---|---|---|---|
| Bebauungspläne | MV | landesweit | bauleitplaene-mv.de | 10887 |
| Bebauungspläne | BB | landesweit (rechtswirksam) | plis-bb.de | 7729 |
| Bebauungspläne | SH | Teilmenge (XPlanung-Upload, freiwillig) | service.gdi-sh.de | 639 |
| Bebauungspläne | NI | nicht verfügbar (nur kommunal) | — | — |
| Flächennutzungspläne | MV | landesweit | bauleitplaene-mv.de | 1673 |
| Flächennutzungspläne | NI | Teilmenge (PlanDigital, freiwillig) | testportal-plandigital.de | 327 |
| Flächennutzungspläne | BB | je Kreis (18 Kreise) | plis-bb.de | 484 |
| Flächennutzungspläne | SH | Teilmenge (XPlanung-Upload, freiwillig) | service.gdi-sh.de | 81 |
Mindestabstände von WEA zu Wohnbebauung (Länder)
Landesspezifische Abstandsvorgaben und -empfehlungen zur Ausweisung von Windenergiegebieten. Quelle: Fachagentur Wind und Solar, Stand Mai 2026.
Wichtig: Seit dem Wind-an-Land-Gesetz (2023) gelten die pauschalen Länder-Mindestabstände nicht in ausgewiesenen Windenergiegebieten und entfallen, wenn ein Land seine Flächenziele verfehlt — dann zählt nur der immissionsschutzrechtliche Abstand (TA Lärm / Schattenwurf, meist ~600–1.000 m). Innenbereich (§ 34 BauGB) entspricht der Karten-Kategorie innerorts, Außenbereich (§ 35) den Kategorien Splitter / einzeln.
| Bundesland | Wohn-/Dorf-/Mischgebiete (Innenbereich) | Einzelhäuser / Splittersiedlungen (Außenbereich) | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|
| Bund (Rahmen) | max. 1.000 m (Länderöffnungsklausel) — gilt NICHT in Windenergiegebieten | i.d.R. 2-fache Anlagenhöhe (2 H) | § 249 Abs. 9 BauGB |
| Baden-Württemberg | 700 m Vorsorge empfohlen (kein Landesgesetz) | Einzelfall | Windenergieerlass BW |
| Bayern | 10-fache Anlagenhöhe (10 H) — außerhalb von Windenergiegebieten | 10 H | Art. 82 BayBO |
| Berlin | – | – | — |
| Brandenburg | 1.000 m zu Wohngebäuden | i.d.R. geringer als 1.000 m gerechtfertigt | Bbg WEA-Abstandsgesetz |
| Bremen | 620 m (rein) / 420 m (allg.) / 250 m (Dorf-/Mischgebiete) | – | FNP Bremen |
| Hamburg | 500 m | 300 m | Kriterienkatalog 2024 |
| Hessen | 1.000 m zu Siedlungs-Vorranggebieten (WEA nur in Vorranggebieten; kein Gesetz) | — | Regionalplanung |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1.000 m | 800 m | § 2 BauGB-AG M-V |
| Niedersachsen | 2-fache Anlagenhöhe (2 H) | 2 H | Windenergieerlass NI (2021) |
| Nordrhein-Westfalen | kein gesetzlicher Mindestabstand (1.000-m-Regel aufgehoben) | — | BauGB-AG NRW (2023) |
| Rheinland-Pfalz | 900 m (Repowering −20 % möglich) | 500 m | LEP IV |
| Saarland | kein Gesetz (TA Lärm / optisch bedrängende Wirkung) | — | — |
| Sachsen | 1.000 m (Ausnahmen u.a. in Windenergiegebieten; Repowering mit Gemeindezustimmung geringer) | 1.000 m im Außenbereich bei ≥ 5 Wohngebäuden | § 84 SächsBO |
| Sachsen-Anhalt | i.d.R. 1.000 m (Regionalplanung; kein Gesetz) | — | Regionalplanung |
| Schleswig-Holstein | 800 m (Dörfer) / 1.000 m (Städte) | 400 m | LEP Windenergie (Teilfortschr. 2026) |
| Thüringen | 1.000 m (Ausnahmen u.a. in Windenergiegebieten) | 600 m zu Wohnhäusern | § 99 ThürBO |
Die vier hervorgehobenen Länder sind in dieser Anwendung mit Gebäudedaten + Siedlungs-Klassifizierung (innerorts / Splitter / einzeln) hinterlegt.
Auf der MStR-Karte zeichnet die Checkbox „Abstand Bebauung“ (ab Zoom 11) die Ausschlusszonen: um jede Bebauung den für ihre Lage geltenden Mindestabstand (Innenbereich für innerorts, Außenbereich für Splitter/einzeln) als rote Pufferfläche. Die freien Lücken zwischen den Flächen sind die potenziell für WEA verfügbaren Bereiche. Angenommene Gesamthöhe 250 m (relevant nur für NI „2 H“ = 500 m).
Mindestabstände von WEA zu Straßen, Schienen und Stromleitungen
Bundesweit einheitlich geregelt? Nur teilweise. Es gibt keine einzige bundesweite Abstandsvorgabe für alle Trassen — die Werte stammen aus unterschiedlichen Regelwerken je Trassenart: Bundesfernstraßen (Autobahn/Bundesstraße) sind bundeseinheitlich im FStrG geregelt; Landes-/Kreisstraßen über die Straßengesetze der 16 Länder (unterschiedlich); Bahnstrecken über die technischen Baubestimmungen des Eisenbahn-Bundesamts (weitgehend einheitlich, aber Einzelfallprüfung); Freileitungen über die DIN-Norm EN 50341 (technische Norm, keine gesetzliche Meterzahl). Zusätzlich entscheidet die immissionsschutzrechtliche Genehmigung (BImSchG) im Einzelfall.
| Objekt / Trasse | Erforderlicher Abstand (Regelfall) | Rechtsgrundlage / Regelwerk | Bundeseinheitlich? |
|---|---|---|---|
| Bundesautobahn (BAB) | 40 m Anbauverbot (gemessen Rotorspitze → Fahrbahnrand); zusätzlich Zustimmung der Straßenbaubehörde bis 100 m (Anbaubeschränkung). Seit 2023: keine Zustimmung nötig, wenn nur der Rotor – nicht der Turm – in die 100-m-Zone ragt. | § 9 FStrG (Bundesfernstraßengesetz) | ja (Bundesrecht) |
| Bundesstraße | 20 m Anbauverbot (Rotorspitze → Fahrbahnrand); Zustimmung der Straßenbaubehörde bis 40 m. Rotor-Ausnahme wie bei der BAB. | § 9 FStrG | ja (Bundesrecht) |
| Landes-/Staatsstraße | i. d. R. 20 m Anbauverbot (bis Rotorspitze); genaue Werte je Bundesland unterschiedlich. | Straßengesetze der Länder (z. B. NStrG, BayStrWG) | nein (Länderrecht) |
| Kreisstraße | i. d. R. 15 m Anbauverbot; je Bundesland unterschiedlich. | Straßengesetze der Länder | nein (Länderrecht) |
| Gemeindestraße / Wirtschaftsweg | Keine pauschale Meterzahl; Zufahrten und Wegerechte sichern, Einzelfall. | kommunal / Einzelfall | nein (Länderrecht) |
| Bahnstrecke (Schiene) | > 1,5 × (Rotordurchmesser + Nabenhöhe) zum nächsten Betriebsgleis (EiTB 2025/1); frühere EBA-Empfehlung 2 × Rotordurchmesser. Bei Einhaltung der Kipphöhe (Gesamthöhe) als Abstand sind Gefahren i. d. R. per Nebenbestimmungen beherrschbar. | Eisenbahn-Bundesamt (EBA) / EiTB; Beteiligung des EBA verpflichtend, Einzelfallprüfung | techn. Norm / Einzelfall |
| Hochspannungs-Freileitung | ≥ 3 × Rotordurchmesser (Turmachse → nächstes ruhendes Leiterseil) ⇒ ohne Schwingungsschutz zulässig. Bei < 3 × D: Nachlaufströmung prüfen, ggf. Schwingungsschutzmaßnahmen an der Leitung. | DIN EN 50341-2-4 (VDE) + Vorgaben des Netzbetreibers | techn. Norm / Einzelfall |
Abstände zu Straßen werden bis zur Rotorspitze gemessen (nicht bis zum Mast). „Kipphöhe“ = Gesamthöhe (Nabenhöhe + Rotorradius). Beispiel Rotordurchmesser 160 m ⇒ 3 × D = 480 m zur Freileitung ohne Schwingungsschutz. Konkrete Werte sind projekt- und standortabhängig und werden im Genehmigungsverfahren (BImSchG) mit den Trägern öffentlicher Belange (Straßenbaubehörde, EBA, Netzbetreiber) abschließend festgelegt.
Quellen: § 9 FStrG, BMWK-Handreichung „WEA an Infrastrukturtrassen“, Eisenbahn-Bundesamt / EiTB 2025-1, DIN EN 50341-2-4 (VDE), BWE-Positionspapier Bundesfernstraße.
Mindestabstände PV-Freifläche zu Straßen, Schienen, Leitungen und Wald
Gesetzliche Vorgabe oder Praxis? Gemischt. Für Freiflächen-PV gibt es weniger harte Meter-Vorgaben als bei WEA. Gesetzlich sind v. a. die Anbauverbotszonen an Bundesfernstraßen (§ 9 FStrG, bundeseinheitlich) und der Waldabstand (Landeswaldgesetze, je Land verschieden). Zu Bahn und Freileitungen zählen überwiegend Praxis-/Netzbetreiber-Vorgaben und Einzelfallabwägung (Blendschutz, Schutzstreifen). Besonderheit PV: entlang Autobahnen und mehrgleisiger Schienen ist Freiflächen-PV bis 200 m baurechtlich privilegiert (§ 35 BauGB) — das ist eine Chance, kein Verbot.
| Objekt / Trasse | Empfohlener / vorgeschriebener Abstand | Grundlage | Gesetzlich einheitlich? |
|---|---|---|---|
| Bundesautobahn / Bundesstraße | 40 m / 20 m Anbauverbotszone (FStrG § 9). Für PV aber laut Fernstraßen-Bundesamt regelmäßig auch innerhalb der Zone möglich. Entlang Autobahnen + mehrgleisiger Schienen zusätzlich 200-m-Privilegierung (Außenbereich, kein B-Plan nötig). | § 9 FStrG + § 35 Abs. 1 Nr. 8b BauGB | ja (Bundesrecht) |
| Landes-/Kreisstraße | Anbauverbot je Land (meist 20 m Landes-, 15 m Kreisstraße); PV-Modul = bauliche Anlage. | Straßengesetze der Länder | nein (Länderrecht) |
| Bahnstrecke (Schiene) | Kein starrer Meterabstand. Bahn als Träger öffentlicher Belange: Brand-/Betriebsschutz, Zaun-/Sicherheitsabstand und v. a. Blendschutz (keine Blendung von Führerständen/Signalen). 200-m-Privilegierung wie an der Autobahn. | EBA / DB als Netzbetreiber, Einzelfall | Praxis / Einzelfall |
| Hochspannungs-Freileitung | Schutzstreifen der Leitung freihalten; empfohlene Näherung ~40 m (110 kV) bzw. ~50 m (380 kV). Module unter/nahe der Leitung nur mit Zustimmung des Netzbetreibers (Wartung, Näherung, Brand). Keine 3×-Rotor-Regel wie bei WEA (kein Nachlauf). | Vorgaben des Netzbetreibers, DIN VDE 0105 / EN 50341 | Praxis / Einzelfall |
| Wald | Waldabstand meist 30 m (Brand- und Windwurfschutz; schützt Anlage und Wald). Je Bundesland unterschiedlich (ca. 20–35 m). | Landeswaldgesetze / Landesbauordnungen | nein (Länderrecht) |
In der Karten-Belegung sind als praxisnahe Voreinstellung hinterlegt: Straße 20 m, Schiene 20 m, Freileitung 40 m, Wald 30 m (je Feld an-/abschaltbar und frei änderbar). Konkrete Werte legt das Genehmigungsverfahren / der B-Plan mit den Trägern öffentlicher Belange (Straßenbaubehörde, Bahn, Netzbetreiber, Forstbehörde) fest.
Quellen: 200-m-Privilegierung (§ 35 BauGB), Fernstraßen-Bundesamt „Handreichung PV in der Anbauverbotszone“ (31.01.2023), KNE zu PV auf/an Waldflächen, Landeswaldgesetze (Waldabstand ~30 m), Netzbetreiber-Merkblätter / DIN VDE 0105 · EN 50341.